Spinnangeln mit Fliege

Ein Blogbeitrag von Teamangler Jonas Wille Beim Fischen auf Forelle denkt man klassisch an Spinner, kleine Wobbler an der Spinnrute oder das Fliegenfischen. Wie man Fliegen allerdings auch attraktiv und fängig an der Spinnrute präsentiert, erkläre ich euch im folgenden Artikel!

Bild-1Diese schöne Bachforelle ließ sich von einer Fliege überlisten

  Die Fliege ist für den Spinnangler wahrscheinlich DER Köder der am wenigsten Beachtung erhält. Fataler Fehler! Denn die Fliege am Spinnsystem kann an Spots gefischt werden, wo Hardbaits, Spinner und Gummifische am Jig versagen und bringt so den einen oder anderen extra Fisch!

Die Montage

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Den "Wooly Bugger" am Dropshotrig mit Seitenarm

Die Montage ist denkbar einfach: Man benötigt lediglich Fluorocarbon, ein kleines Birnenblei und eine Fliege.

Das Fluorocarbon:

Hier sollte auf einen nicht zu schwachen Durchmesser geachtet werden. Aufgrund der Führungsweise kommt es zu vielen Kontakten mit Geäst und Steinen, allein daher sollte man den Durchmesser von 0.18mm nicht unterschreiten.

Die Fliege:

Bei der Wahl der passenden Fliege kann man sich fast an der gesamten Palette der Fliegenarten bedienen, egal ob Nymphe, Streamer oder Nassfliege. Ich persönlich fische am liebsten einen altbewährten Streamer: den "Wooly Bugger"!

Das Blei:

Hier kann ein einfaches kleines Birnenblei oder Drop-Shotblei genutzt werden. Das Gewicht wird je nach Strömung gewählt . In der Regel reichen 7-10gr aus. Die Montage wird als Drop-Shot-Rig mit Seitenarm gebunden und an der Spinn-Bachkombo gefischt. Einfach aber Effektiv!   

Köderführung und Spots

Diese Angelei eignet sich besonders für das Fischen in tiefen Gumpen sowie in Rinnen mit starker Strömung. Dabei solltet ihr darauf achten, dass der Grund nicht nur aus Geröll besteht, andernfalls verliert ihr zu viel Blei. Gefischt werden kann das Ganze in drei Varianten: Faulenzen/Jiggen, Zupfen, Driftfischen. Wobei man sich beim Driftfischen auf Nassfliegen und Nymphen konzentrieren sollte. Das Faulenzen und Jiggen sollte jedem Spinnangler ein Begriff sein. Hierbei lässt man den Köder mithilfe der Rute, bzw. der Rolle, über den Grund springen. Beim Zupfen wird, wie beim "Dropshotten", die Montage „stehen“ gelassen und durch feine Zupfer mit der Rute der Köder am Platz in Bewegung versetzt. Mithilfe leichterer Bleie und der Strömung kann man Nassfliegen und Nymphen kontrolliert an den „heißen Spots“ vorbeidriften lassen und dem Fisch so eine vorbeitreibende Insektenlarve vorgaukeln. Ein weiterer Vorteil dieser Montage ist dass man sie mit, gegen und parallel zur Strömung vernünftig führen kann.

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Bei dieser Methode sind große Exemplare keine Seltenheit!

Kurzfassung

Vorteile:

  • Grundnahes Fischen
  • Vielseitige Führungsweisen
  • Fängt an Spots, an denen andere Kunstköder versagen
  • im Vergleich zur Fliegenrute für Spinnangler deutlich einfacher zu werfen

Nachteile:

  • Sehr anfällig für Hänger

Gerät:

  • Ultra- oder Mediumlight Rute
  • 1500er/2000er Spinnrolle
  • 0,10mm Geflecht oder 0,20mm Fluorocarbon als Hauptschnur

 

Danke für's Lesen! ich freue mich über Feedback in den Kommentaren! Alles in allem eine spannende und effektive Methode, probiert es beim nächsten Bachforellen-Trip einfach mal aus!  

Petri Geil! Jonas

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