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Flache Hechte und höchste Flexibilität mit dem Shallow-Rig

Ein Hecht-Rig für große Köder und alle Wassertiefen!

Hechte stehen sehr häufig sehr flach und sind mit handelsüblichen Jighaken dann eventuell gar nicht mehr zu beangeln. Zudem ist ein regulärer Jighaken ab einer gewissen Größe auch eher unpraktisch zu montieren und behindert das Köderspiel des Gummifisches sehr stark, dass er den Köder durch den langen Hakenschenkel versteift. Nicht zuletzt werden große Gummiköder durch Jighaken im Drill noch schneller beschädigt, als es die scharfen Hechtzähne ohnehin schon tuen und man verliert sehr viel Flexibilität, da man Jighaken nicht ständig wechseln kann. Es gibt also eine Menge Gründe, die für die Nutzung eine Shallow-Rigs sprechen. Nicht zuletzt, weil das Shallow-Rig als Basis für das Hechangeln in quasi allen Gewässertiefen dient.

Was ist denn nun dieses Shallow-Rig?

Das ursprüngliche Shallow-Rig besteht aus einer Shallow-Screw, also einer Spirale aus Edelstahldraht, die in den Gummiköder geschraubt wird und am vorderen Ende mit einer stabilen Öse versehen ist. Diese Spirale hält den Köder bombensicher und dient zum Einhängen des Köders. An der Öse wir ein zur Ködergröße und Form passendes Hakensystems befestigt. Dieses kann entweder über einen Sprengring geschehen oder direkt fest mit Klemmhülsen gelöst werden. Letztes setzt allerdings voraus, dass das Hakensystem aus Stal- oder Titandraht aufgebaut ist, was möglich, aber nicht zwingend nötig ist. Hier gibt es unterschiedliche Varianten. Das Hakensystem selbst kann, je nach Ködergröße, aus einem oder mehreren (Drillings-) Haken aufgebaut sein. Hier spielen Ködergröße, persönliche Vorliebe des Anglers und Situation die entscheidende Rolle.

Nicht nur Hechte mögen Köder am Shallow-Rig. Quelle: Dennis Siever 

In der Grundform ist das System nicht weiter beschwert und "arbeitet" nur mit dem Eigengewicht des Gummiköders, was dazu führt, dass der Köder extrem flach geführt werden kann. So lassen sich auch große Köder in extrem flachen Gewässerbereichen anbieten oder über hohem Wasserpflanzenwuchs präsentieren, ohne hier exzessive Rodung zu betreiben.

Pig-Shad am unbeschwerten Shallow-Rig. Quelle: Dennis Siever 

Bei Bedarf können in der Öse der Spiralen Einhängegewichte eingehängt werden, um den Köder auf nahezu jede gewünschte Lauftiefe zu bringen. 

 Shallow-Rig mit #LMAB Tungsten Jika Sinker. Quelle: Dennis Siever 

Inzwischen gibt es auch Systeme, welche Gewichte zum Aufschieben auf eine speziell geformte Öse mitliefern, was das ganze noch komfortabler macht, aber nicht zwingend nötig ist.

 Shallow-Rig mit anderer Beschwerungsvariante. Quelle: Dennis Siever 

Die einzelnen Komponenten des Rigs im Überblick:

  • Die Shallow-Screw: Die Shallow-Screw ist das Herzstück des Shallow-Rigs. Sie besteht aus Edelstahldraht und ist somit komplett rostfrei, was sie auch für den Einsatz im Brackwasser nutzbar macht. Obwohl dieses Bauteil auf den ersten Blick sehr einfach wirkt, gibt s bei der Wahl der richtige Screw doch einiges zu beachten. Im Wurf und im Drill lasten enorme Kräfte auf diesem unscheinbaren Teil. Steigt wirklich mal ein 15 Kilogramm Hecht ein, der sich entschließt, im Drill wilde Sau zu spielen und zu springen, dann muss die Screw den großen Belastungen standhalten. Viele Scres sind aus zu dünnem Draht gefertigt oder haben kein geschlossenes Öhr. Somit können sie im schlimmste Fall aufbiegen und der Fisch geht samt Köder und Hakensystem verloren. Dies passiert zum Glück extrem selten und die meisten heute erhältlichen Screws sind ausreichend stark dimensioniert. Doch auch die "Steigung" der Spiralwindungen ist von Wichtigkeit. Ist diese nicht passend, dann reißt die Screw leicht aus und hinterlässt ein zylinderförmiges Loch im Gummiköder. Die Steigung darf also weder zu groß, noch zu klein sein. Als letztes gibt es Screws mit oder ohne Zentrierstift. Ein solcher ist eine tolle Hilfe, wenn es darum geht, die Screw richtig im Köder zu positionieren. Ohne einen Zentrierstift kann es schon mal zu einem längeren Gefummel ausarten, den Köder symmetrisch zu befestigen. Mit Stift ist dies in wenigen Sekunden vollbracht. Ihr seht also, die Screw ist ein kleines Teil von großer Wichtigkeit.
  • Das Hakensystem: Das Hakensystem ist der variable Teil des Shallow-Rigs. Hier bestimmen Ködergröße, Köderform, Situation und Vorliebe des Anglers maßgeblich die Konstruktion des Systems. Bei kleinen Ködern oder in eher hängerträchtigen oder krautigen Bereichen wird eher ein einzelner Drillingshaken zum Einsatz kommen. Viele Angler fischen in Alltagssituationen, wenn es nicht auf jeden Fisch ankommt, auch bei größeren Ködern nur einen Haken, um ein Verangeln von tief gehakten Hechten zu vermeiden. meist attackiert der Hecht den Kopf des Köderfisches, sodass ein einzelnen Drilling auch bei einem 25 Zentimeter langen Köder ausreichend ist und das Hakenlösen deulich vereinfacht. Beiße die Hechte mal zögerlich, steht ein Wettkampf an oder werden die Köder sehr viel größer, dann kann ein zweiter oder auch dritter Drilling eingesetzt werden. So kann die Bissausbeute manchmal deutlich gesteigert werden, allerdings steigt auch die Gefahr, dass die Hechte sich an tief sitzenden Haken verletzen. Zudem ist auch ein Haken mehr vorhanden, den sich der Angler beim Hakenlösen oder bei der Landung selbst in die Hand jagen könnte. Hier muss also abgewogen werden, wann ein zweiter oder gar dritter Haken wirklich Sinn macht. wird ein zweiter Haken gewählt, dann bietet es sich an, die Widerhaken anzudrücken, damit das Hakenlösen (egal ob aus dem Fischmaul oder aus der eigenen Hand) einfacher wird. Für die Verbindung der Haken untereinander und die Verbidung zur Screw, gibt es unzählige Möglichkeiten. Man kann das System aus Stahl- oder Titandraht herstellen oder auch aus Mehrfachwirbeln aufbauen. Einige Montagebeispiele habe ich Euch in den nachfolgenden Fotos angehängt. Der Aufbau aus Wirbeln hat einige Vorteile. So lassen sich alle Einzelkomponenten bei Bedarf leicht austauschen, wenn zum Beispiel einmal ein Haken stumpf geworden sein sollte oder eine andere Hakengröße benötigt werden. Zudem wirkt es bei ansonsten unbeschwerten Systemen als Kiel und stabilisiert den Lauf von Ködern, die ansonsten dazu neigen, sich zu drehen. Bei Einsatz in sehr flachen Gewässerbereichen kann das Gewicht der Wirbel allerdings schon zu viel sein, wobei dann ein Einsatz von aus Draht gebauten Systemen unumgänglich wird. Meine Empfehlung wäre es, in allen Fällen, wo es möglich ist, ein System aus Mehrfachwirbeln zu verwenden. Es ist im Drill frei drehbar. So verdrallt sich kein Draht und die gehakten Fische können sich schwerer vom Haken befreien. Die Einzelkomponenten sind schnell an die Ködergröße anpass- und austauschbar und es hält theoretisch ewig, weil die Tönnchenwirbel quasi keinem Verschleiß unterliegen. Nur wo unbedingt nötig sein sollte, solltet ihr auf ein Hakensystem auf Drahtbasis zurückgreifen. Neben den Haken, Sprengringen und den Wirbeln bzw. dem Draht, enthält das System im besten Falle noch Stinger Spikes, die zur Verankerung des Systems im Gummikörper dienen. Mit diesen Stinger Spikes werden die Drillinge in der richtigen Position gehalten und lösen sich erst beim Biss des Hechtes aus dem Gummiköder. So ist gewährleistet, dass der Fisch optimal gehakt wird, sich anschließend aber Köder und Hakensystem voneinander trennen, um den Köder vor weiteren Beschädigungen im Hechtmaul zu schützen und die Aussteigerquote so gering wie möglich zu halten. 
  • Das Einhängegewicht: Einhängegewichte für Shallow-Systeme sind aus Tungsten oder Blei und verfügen am oberen Ende über eine Konstruktion, mit der sie schnell im System eingehängt oder wieder ausgehängt werden können, ohne dass sie beim Wurf oder im Drill unbeabsichtigt verloren gehen. Dies können Clips oder kleine Bügel sein. In anderen Systemen werden geschlitzte Kugelgewichte auf das System aufgeschoben. Wie auch immer die Befestigung gelöst ist, alle geeigneten Gewichte sollten sich schnell auswechseln lassen, ohne dafür am System selbst zu arbeiten. Tungestengewichte stellen hier eindeutig das Optimum zur Beschwerung dar. Sie haben die größte Dichte und tragen so bei gleichem Gewicht weniger auf, was auch den Köderlauf wenige beeinträchtigt. Zudem sind sie ungiftig und somit unweltfreundlich im Gegensatz zu Bleigewichten. Einige Hersteller bieten inzwischen bleifreie Alternativen zu Tungsten an.

 Qualitätskomponenten zum Bau des Shallow-Rigs. Quelle: Dennis Siever 

Bei welchen Ködern macht ein Shallow-Rig Sinn?

Kleine Gummiköder sid gut für die Nutztung mit Jigköpfen oder Cheburashkas geeignet. Erst bei Ködern ab ungefähr 17 Zentimetern Länge macht die Verwendung eines Shallow-Systems richtig Sinn. Nach oben hin sind dann praktisch keine Grenzen gesetzt. Im Prinzip können Shallow-Rig auch für 40 Zentimeter lange Köder angepasst werden. Diese sind naturgemäß eher selten im Einsatz. Die meisten großen Hechtgummis haben eine Länge zwischen 20 und 30 Zentimetern und hier spielt das Shallow-System alle seine Stärken aus, da diese Köder kaum noch auf normalen Jigköpfen zu montieren sind. Besonders, wenn der Köder neben der Länge auch noch ein ordentliches Volumen mitbringt, wird die Nutzung eines Jigkopfes quasi unmöglich. Das ist aber auch nicht schlimm, da Shallow-Systeme kein Hexenwerk sind. Sie sind schnell gebastelt und bringen bei den angesprochenen Weichplastikködern ausschließlich Vorteile mit sich.

Wie führe ich Köder am Shallow-Rig richtig?

Grundsätzlich kann man das Shallow-Rig ähnlich führen, wie Gummiköder am Jigkopf. Beim Hechtangeln wird im Normalfall viel durchgeleiert mit eingestreuten Pulls, also längeren Zügen über die Rutenspitzen und Spinnstopps, in denen der Köder absackt. Abhängig vom montierten Gewicht können hier die Pausen sehr lange oder auch eher kurz ausfallen. Sehr ordentlich beschwerte Jigs lassen sich auch jiggen oder faulenzen.

 Schöner Hecht am Shallow-Rig. Quelle: Dennis Siever 

Welche Gummifische fische ich sehr gern mit dem Shallow-Rig?

Vor allem große und voluminöse Gummifische eignen sich hervorragend, um sie mit einem Shallow-Rig zu montieren. In der folgenden Aufistung findet ihr einige meiner Favoriten, die ich gern an einer Shallow-Montage fische:

 

 Ein Beispiel, wie die Haken im Köder verankert werden können. Quelle: Dennis Siever 

Was bleibt am Ende?

Hoffentlich jede Menge fette Hechte! Es gibt kein Rig, welches beim Hechtangeln mit großen Ködern eine derartige Flexibilität bietet und sich so leicht an unterschiedliche Köder oder Bedingungen anpassen lässt. Durch austauschbare Gewichte, könnt ihr euren Köder im Grunde in jeder beliebigen Tiefe anbieten. Ob ihr auf großen Seen im Freiwasser angelt, oder in flachen Schären oder Boddenregionen den Hechten nachstellt, mit dem Shallow-Rig seid ihr immer gut aufgestellt und könnt prinzipiell blitschnell reagieren, wenn sich die Bedingungen ändern. Köder halten länger, Hechte sitzen besser. Eine Liste, auf der sich nur Pros und keine Kontras finden. Also los! Und wie das "Z" am Ende das Alphabetes steht, bleibt auch am Shallow-Rig immer mal ein Zander hängen.

Dieser wunderschöne Nacht-Zander biss ebenfalls auf einen Köder am Shallow-Rig. Quelle: Dennis Siever 

 

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