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Testbericht: A3 Handicraft Lure Germany

Vor einiger Zeit hat mir Christian Gramsch von A3 Handicraft Lure Germany eine “Finest Selection” seiner Köder zum Testen geschickt. Wie Ihr euch vorstellen könnt, ist das Testen von Ködern ein spannender und interessanter Aspekt, der mein Angeln durch den Erfolg dieses Blogs neuerdings bereichert. Und so war ich hellauf begeistert, auch dieses Produkt für euch testen zu dürfen.

Als ich das Paket öffnete, viel mir sofort der extravagante Look auf, der diese Hardbaits ausmacht: schrille Farben und ein buntes Büschel aus Silikonfasern, das den Haken bedeckt, würden jeden Kanarienvogel vor Neid erblassen lassen. Das passt absolut ins Gesamtkonzept: Reize setzen! Aber bleiben wir bei der Produktbeschreibung. Zwei verschiedene Modelle habe ich getestet. Einmal den A3 Handicraft Eagle Frog - ein Froschimitat - und den A3 Handicraft Slater, ein sogenanntes Buzz-Bait. Die Köder sind äußerst sauber verarbeitet: Alles sitzt fest an Ort und Stelle, die Haken sind messerscharf, der Krautschutz perfekt platziert, der Qualitätslack verspricht ein langes Vergnügen.

Bei meiner Onlinerecherche zu A3 Handicraft Lures stieß ich auf eine pikante Info, die meine Vorfreude, die Lures zu testen, nochmals steigen ließ: Diese kleinen Kunstwerke stammen ursprünglich aus Malaysia, wo sie niemand Geringeres als das Süßwassermonster schlechthin zum Biss verleiten: den berühmt-berüchtigten Snakehead, den einige von Euch sicher kennen (entweder aus meinem Thailand-Reisebericht oder aus TV-Shows wie “River Monsters”). Da ich, wie gesagt, das Jagdverhalten dieses aggressiven Räubers aus eigener Angelerfahrung kenne, weiß ich: In vielerlei Hinsicht ähneln sich Hecht und Snakehead in Bezug auf ihr jeweiliges Jagdverhalten. So teilen sie zum Beispiel einen ausgeprägten Beißreflex, was Oberflächenköder wie den Eagle Frog zur Geheimwaffe schlechthin macht. Denn es ist bekannt, dass vor allem solche Köder bei Räubern mit starkem Beißreflex Erfolg haben, die besonders auffällig sind und somit den Fisch stark reizen, ihn vielleicht sogar provozieren.

Soviel zur Theorie, kommen wir zum Entscheidenden, der Praxis! Einige von Euch, besonders die passionierten Spinner , werden derzeit von einem lästigen Problem geplagt, das auch das Angeln an meinem Hausgewässer im Hochsommer bestimmt: Kraut. Es führt einerseits zu Hängern und macht andererseits eine vernünftige Köderführung unmöglich, da der Köder bereits während der ersten Absinkphase durch grüne Natur-Girlanden geschmückt wird. 

Normalerweise ärgert sich der Spinnangler über dermaßen verkrautetes Gewässer. Es sei denn, er weiß sich zu helfen und passt sich den Bedingungen an. In diesem Sinne passte es einfach perfekt, dass ich die A3 Handicraft Lures zu dieser Zeit im Jahr testen durfte. Die schwimmenden Oberflächenköder, deren Haken - nach oben gerichtet - mit einem qualitativ hochwertigen Krautschutz aus flexiblem Stahldraht versehen sind, lassen sich komplett hängerfrei bzw. weedless einholen. Der Eagle Frog imitiert hierbei reizvoll einen an der Oberfläche schwimmenden Frosch. Er kann entweder gleichmäßig oder spielerisch (in Form von Slashes) über das Kraut- oder Seerosenfeld gezogen werden und richtet dabei die Aufmerksamkeit aller Räuber auf sich, die sich zwischen den umliegenden Wasserpflanzen aufhalten.

Gesagt - getan - Baaaaam! Nach nur wenigen Auswürfen (ohne Hänger) krachte es das erste Mal. Und wie! Jeder Angler träumt von einem solchen Hechtbiss an der Oberfläche. Es ist einfach der pure Nervenkitzel, wenn man live sieht, wie ein Esox nach oben schießt, um nach dem vermeintlichen Snack zu schnappen. Ebenso aufregend ist natürlich der Drill, der bei dieser Art der Angelei oft zu Sprüngen der Fische führt, da sie sich bereits beim Biss unmittelbar an bzw. sogar über der Wasseroberfläche befinden. Doch Vorsicht: Sprünge bilden auch stets die Gefahr den Fisch zu verlieren, was mir an diesem Test-Nachmittag erspart blieb. Insgesamt konnte ich innerhalb von vier Stunden 4 Hechte landen. 

Mit einem Kumpel wollte ich lediglich das Laufverhalten der mir gelieferten Lures studieren und siehe da: mitten im Freiwasser konnte ein gieriger Barsch (denke, es war ein guter dreißiger) nicht widerstehen. Das war zwar eine unheimlich lustige Überraschung, doch ich denke nicht, dass dies der übliche Gebrauch dieses Köders ist oder sein sollte. Aus einem anderen, oben geschilderten Grund wird er einen festen Platz in meiner Tacklebox bekommen: Es ist einfach die effizienteste und spannendste Art, beißfreudige Sommerhechte trotz Kraut an den Haken zu bekommen, filmreife Drillphase inklusive. Zu guter Letzt sei gesagt, dass der recht hohe Kaufpreis von rund 20 € meiner Meinung dadurch relativiert wird, dass es quasi unmöglich ist, einen hängerfreien Oberflächenköder zu verlieren. Es handelt sich also quasi um eine einmalige Anschaffung, die einem ein tolles Angeln auf dem ansonsten im Hochsommer oft verkrauteten Lieblingsgewässer ermöglicht. Also: “Auf das Kraut… fertig… Biss!

Ps.: Den A3 Handicraft “Slater”, den ich oben erwähnt habe, konnte ich bisher nicht ausreichend testen. Natürlich wird zu einem späteren Zeitpunkt ein Bericht zu diesem Buzz-Bait nachgereicht, wenn genug entsprechendes Material vorhanden ist. Zur Zeit schien es mir auf Grund der beschriebenen Bedingungen erstmal wichtiger, euch mit reichlich Infos zum Eagle-Frog zu versorgen.

Bis dahin wünsche ich Euch Allen ratternde Rollen!!

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