Hecht Saison 2024 Banner

Der perfekte Start in die Hechtsaison!

Hier findest du unsere ganz individuellen Empfehlungen für eine optimale Saisoneröffnung 2024

Pike’s Best Brands

Ben mit Hecht Hecht auf Hechtundbarsch.de

Super Start

Jahrelang war unser Andriani Junior gar nicht auf dem Wasser, beim Teammeeting an der Müritz hat er sich dann aber doch erbarmt! Kurz in den Grundéns Gambler Gore-Tex geschlüpft, aufs Nitro des werten Herrn Papa gehüpft und den KØFI Perch Shad mit Gottvertrauen ins Freiwasser gecastet. Zwei Kurbelumdrehungen später hing dieser schöne 91er-Ochse am Haken, den unser Office-Küken routiniert und mit der ihm angeborenen Eleganz ganz lässig in den Kescher dirigiert hat (so jedenfalls seine Version). Bei insgesamt 8 Hecht & Barsch- Booten war das tatsächlich der beste Fang des Wochenendes - und übrigens auch Ben's neuer PB!

Pike’s Favourites

Auf Hechte nach der Schonzeit

Jedes Jahr im Mai ist es wieder so weit. Die Hechte haben gelaicht und es beginnt die neue Hechtsaison. Je nach Bundesland unterscheidet sich der genaue Starttermin ein wenig. Bitte informiert euch vorher genau, ab wann ihr bei euch auf Meister Esox fischen dürft....

FAQ

Verhalten

Wie so oft beim Angeln lässt sich diese Frage nicht eindeutig beantworten, wir versuchen es deswegen etwas differenzierter:

Der europäische Hecht laicht ab einer Wassertemperatur von etwa
Celsius
in flachen Uferzonen mit vielen Wasserpflanzen oder anderen
Strukturen, an denen der Laich gut haften kann. Nach dem Laichgeschäft
verweilen die Hechte meist noch eine ganze Weile in seichteren
Bereichen, wo nun auch viele Weißfischarten hinziehen, um ihrerseits für
Nachwuchs zu sorgen. Für Meister Esox ist der Tisch also gerade in dieser Zeit (meist im April/Mai) reich gedeckt.

Es gibt aber auch völlig andersartige Gewässer, beispielsweise mit fast
ausschließlich steil abfallenden Ufern und nur wenigen flachen Buchten.
Letztere solltet Ihr zwar gerade unmittelbar nach der Schonzeit auf jeden
Fall gezielt befischen - aber auch wenn Hechte kurz nach dem Laichen viel konzentrierter stehen als sonst, werdet Ihr kaum alle gestapelt antreffen!

Deswegen geben wir euch hier noch ein paar grundsätzliche
Indikatoren für einen guten Hechtspot
mit auf den Weg:

Kanten: Unterwasserstrukturen lassen sich häufig schon anhand des
Uferverlaufs vermuten! Vorsprünge, der Übergang von Buchten zu tieferen Abschnitten, ... Überall, wo sich Sedimente und Nahrung für Futterfische ablagern können, dort stellen sich auch Hechte ein. Und zwar
wiederkehrend, wie diverse GPS-Studien ergeben haben! Am verdächtigsten sind Kanten, auf die der Wind gerade drückt!

Deckung- & Schutzmöglichkeiten: Hechte sind ökonomische Jäger und
lauern ihrer Beute meistens auf. Außerdem sind sie Kannibalen, weshalb
vor allem kleinere Exemplare auf geschützte Standplätze angewiesen sind, um nicht der eigenen Oma zum Opfer zu fallen. Hierzu können neben
Unterwasserpflanzen, dichten Kraut- und Seerosenfeldern auch
Felsformationen, ins Wasser gestürzte oder überhängende Bäume,
Brücken, Stege, gesunkene Boote oder Ähnliches dienen. Grundsätzlich gilt der händlerfreundliche Rat: Hänger- und Hecht-Terrain überschneiden sich häufig!

Gewässer lesen: Wenn man nicht gerade auf die ganz Dicken pelagt und auf den Bildschirm achten muss, sollte man beim Hechtangeln immer aufmerksam die Umgebung beobachten! Frosch- oder Entenbestand können Hinweise auf potentiell vielversprechende (Topwater-) Köder liefern, Möven- oder Barschjagden zeigen Futterfischschwärme an, in deren Nähe sicher auch der ein oder andere Hecht lauert und Schatten- oder Stromkanten, wo dich beieinander unterschiedlich gute Sichtverhältnisse vorliegen, sind zumindest erst einmal verdächtig!

Bei Tag: Bei praller Sonne und Ententeich wird’s schwierig. Wenn sich
aber Sonne und Wolken abwechseln und ein mäßiger Wind Bewegung ins
Wasser bringt, heißt es: Feuer frei! Grundsätzlich ist dann die
windzugewandte Uferseite interessanter, weil sich hier Nahrung für
Futterfische sammelt. Weil Hechte tendenziell aber eine Vorliebe für
kühleres Wasser haben, kann im Hochsommer auch die windabgewandte
Seite lohnend sein: Wenn der Wind das warme Oberflächenwasser auf die
eine Seite, strömt auf der anderen Seite nämlich kühleres Wasser von
unten nach oben nach

Bei Nacht: Lange hat sich die Überzeugung gehalten, das Sehvermögen
von Hechten wäre für nächtliche Jagden nicht ausreichend. Inzwischen
weiß man allerdings: Dit ist Quatsch! Hechte sehen bei Dunkelheit zwar
längst nicht so gut wie z.B. Zander, in hellen, klaren Nächten bei Vollmond
oder künstlichem Restlicht ist es auf jeden Fall einen Versuch wert, die
Hechtköder auch nach Sonnenuntergang zu baden! Experten wie Johannes Gasser glauben sogar, dass besonders große, erfahrene Hechte in Gewässern mit hohem Angeldruck ihre Fressphasen ‚bewusst‘ in die
Dämmerung oder die Nacht verlegen – vor allem Großhechtjäger sollten
also mal versuchen, die Big Mama nach Feierabend abzupassen!

Köder

Vor allem direkt nach der Schonzeit ist Downsizing oft der Schlüssel
zum Erfolg. Kleine Crank- und Twitch- und Jerkbaits ab 6 cm, Softbaits
zwischen 8 und 12 cm oder auch kleinere Rotationsköder sprechen im
Frühling und Frühsommer eigentlich alle Hechtsemester an! Aber auch
wenn sich Hechte zu bestimmten Zeiten bevorzugt auf bestimmte Größen
einschießen, sind sie generell alles andere als wählerische Esser! Bis in
den Herbst
hinein solltet Ihr an eurem Gewässer also einfach variieren
und Ködergrößen bis ca. 18 cm munter durchtesten.

Sobald es kälter wird, sind die allerdings Hechte gezwungen,
energieeffizient zu jagen – Häppchen lohnen jetzt kaum noch und die
Köder können dementsprechend deutlich größer gewählt werden. Wer
selektiv auf Hechtomas angeln möchte, setzt von vornherein auf
Übergrößen zwischen 25 – 40 cm. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass
sich mal ein kleineres Exemplar an so einem Schlappen vergeht – Bei
Hechten sind die Augen oft DEUTLICH größer als der Mund!

Kurz und knapp: Eine Schockfarbe und ein natürliches Dekor! Sobald
Ihr rausgefunden habt, was an eurem Gewässer bzw. in bestimmten
Szenarien besser funktioniert, könnt Ihr das Ganze weiter
ausdifferenzieren. Falls Ihr genau wisst, welcher Beutefisch bei den
Hechten im Fokus steht, gilt in Bezug auf Größe & Dekor natürlich: Match
the hatch!

Auffällige und schnell angelbare Köder wie Bladed Jigs, Jigspinner, Zikaden oder Crankbaits eignen sich super zum Streckemachen bzw. als
Searchbait! Sobald Ihr auf Hechte stoßt, solltet Ihr das Revier konzentriert
mit Ködern ausangeln, die sich langsam führen lassen, also beispielweise
mit langsam sinkenden oder schwebenden Swim-, Jerk- oder Twitchbaits
oder Softbaits am Shallow Rig. Denkt dran: Vor allem im Frühjahr direkt
nach der Laichzeit stehen die Hechte enger zusammen als sonst. Wenn Ihr also an einem Spot einen Biss kassiert, kann es gut sein, dass der nächste nicht allzu lange auf sich warten lässt!

Das richtige Setup

Das kommt darauf an, was Ihr vorhabt. Wer vom Boot jerkt und twitcht, angelt bequemer mit kürzen Ruten bis 2 m Länge, wer vom Ufer auf Distanz kommen möchte, wird eine längere Rute benötigen und wer selektiv auf Meter-Plus-Fische angeln will, braucht schweres Gerät!

Am besten überlegt Ihr euch vorher zumindest ungefähr, wie und wo Ihr mit der Rute angeln wollt und betreibt ein wenig Eigenrecherche. Grundsätzlich kann man aber sagen:

Eine Hechtrute ist tendenziell straff und schnell, um den Haken im harten
Hechtmaul sicher setzen zu können, sollte gleichzeitig aber für letzte
Fluchten direkt vor den Füßen einen gewissen Puffer haben. Für leichtes
Hechtangeln mit kleinen und mittleren Soft- und Hardbaits und
Metallködern sollte das Wurfgewicht eurer Rute zwischen 20-60 g liegen,
mittleren Hechtruten (60-100 g) eignen sich für größere Gummis (bis ca.
20 cm) Jerkbaits (ca. 15 cm) sowie mittlere Swimbaits und für richtige
Gummischlappen und große Swimbaits sollte es dann schon eine schwere
Rute bzw. eine Big-Bait-Rute mit Wurfgewichten zwischen 100-250 g sein!

Bei Stationärrollen empfehlen sich 3000-4000er, bei Baitcastern 200-400er Größen und geflochtene Schnüre mit einer Stärke zwischen 0,15 und 0,35 mm. Bei Übersetzung und Schnureinzug kommt es auf Methode und Szenario an. Wer in die Andrift wirft oder die Hechte beim Topwater-Angeln überlisten will, sollte zum Beispiel eine Rolle mit hoher Übersetzung fischen (ab 6,0:1). Wer druckvolle Köder mit geringem Kraftaufwand oder generell sehr langsam im Winter angeln möchte, setzt auf niedrige Übersetzungen (unter 4,9:1). Letztlich solltet Ihr euch aber nicht verrückt machen, das sind lediglich Richtwerte! Allerdings lohnt es sich immer, über die eigene Rolle(n) Bescheid zu wissen, um sich besser auf die jeweilige Situation einstellen zu können

Zubehör

Wir zählen einfach mal auf! Ihr braucht auf jeden Fall…

… ein hechtsicheres Vorfach (Stahl, Titan oder Fluorocarbon ab einer Stärke von 1 mm)!

… eine lange Lösezange!

… Werkzeug, um einen Widerhaken notfalls abzukneifen, falls sich ein Haken ansonsten nicht schonend (bzw. ohne Gefahr, sich selbst zu verletzen) lösen lässt!

… einen großen Kescher, denn es besteht immer die Chance, dass der Endzeitfisch einsteigt! Auch 130 cm Hecht sollten also bequem Platz im Netz finden!

… eine gute Polbrille! Vor allem beim Flachwasserangeln im Frühjahr kann man dem Köder noch einmal den entscheidenden Impuls geben, wenn man Nachläufer tatsächlich sieht!

… Gummifischkleber! Generell empfiehlt es sich, beim Hechtangeln auf etwas steifere Gummimischungen zu setzen. Aber selbst bei robusten Shads hat man immer einen gewissen Verschleiß – Mit Gummifischkleber könnt Ihr das Leben eurer Lieblingsköder aber noch um 1,2 brutale Attacken verlängern!

… Wasserfeste Pflaster bzw. Fingertape! Selbst wenn man schon Hunderte Hechte mit der Hand gelandet hat – die Knöchel sind immer etwas aufgeruht (= „Pike Knuckles“) und irgendwann bleibt auch mal ein Zahn im Finger hängen. Damit Ihr euch nicht vollblutet und vor allem direkt weiterangeln könnt, solltet Ihr also immer etwas Verbandsmaterial dabeihaben!

Ganz wichtig: Ihr solltet beim Hechtangeln wirklich auf hochwertige Materialien achten. Euer Setup ist immer nur so stark wie das schwächste Glied und nichts ist ärgerlicher für Hecht und Angler als Fischverlust aufgrund eine schwächelnden Snaps oder eines rostigen Sprengrings!