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Zander ABC – Mit Kunstködern vom Ufer am großen Fluss für Anfänger – Alles was Du wissen musst!

Das Zander ABC

Inhalt:

  1. Einleitung – Grundsätzliches über Fluss und Zander
  2. Voraussetzung – Was muss ich beachten?
  3. Spotsuche / Spots – Wie finde ich einen Spot und wie befische ich diesen konkret?
  4. Notwendiges Tackle – Was benötige ich?
  5. Angelmethoden – Worauf kommt es an?

 

 

  1. Einleitung – Grundsätzliches über Fluss und Zander

Hallo liebe Blog-Leser! Mein Name ist Eugénio, ich bin 28 Jahre jung und gehe seit meinem 4. Lebensjahr angeln. Ich habe das große Glück in Krefeld zu wohnen. Hier fließt auch der zweitgrößte Fluss Deutschlands – der Rhein. Der Rhein ist ein 1.232,7 km langer Fluss und eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt. Gerade der Zander fühlt sich in solchen Gewässern sehr wohl, weshalb der Rhein einen herausragenden Zanderbestand aufweist. Aufgrund seiner Größe macht es ihn aber nicht gerade einfach zu befischen. Persönlich hatte ich damals sehr viele Schwierigkeiten in dem Gewässer Fuß zu fassen. Ich habe etliche Stunden am Rhein verbracht, ohne jemals einen Zander gesehen zu haben. Ich weiß also um die Herausforderung „großer Fluss“ und möchte euch hier den Einstieg in diesen Gewässertyp ein wenig erleichtern. Was ihr über unseren Zielfisch wissen müsst ist, dass der Zander ein extrem lichtscheuer und nachtaktiver Jäger ist. Entsprechend ist er tagsüber eher in trüben Abschnitten zu finden. Man kann Zander aber grundsätzlich den ganzen Tag überlisten. Dennoch erhöht ihr eure Chancen deutlich, wenn ihr ihm in der morgendlichen und abendlichen Dämmerung oder sogar in vollkommener Dunkelheit nachstellt.

Zander auf Gummifisch – Erfolgsköder #LMAB KØFI Perch 11cm Green Pumpkin Chartreuse

 Bullet-Points:

  • trübe Gewässerabschnitte suchen
  • nachts oder in der Dämmerung fischen

 

  1. Voraussetzung – Was muss ich beachten?

Die Voraussetzung für das Angeln am Fluss in Deutschland ist natürlich der deutsche Fischereischein. Hier müsst ihr bei eurer örtlichen Behörde anfragen, ob und wann die Prüfungen dazu abgelegt werden können. Dazu könnt ihr vorher einen Präsenzkurs oder einen Onlinekurs besuchen, der euch bestmöglich auf die Prüfung vorbereitet. Solltet ihr diesen schon besitzen, benötigt ihr nur noch die sogenannte Gewässerkarte. Diese ist Gewässer oder Bundesland bezogen, ihr benötigt die Gewässerkarte für das Bundesland oder Gewässer, in dem ihr fischen möchtet. Die Gewässerkarte bekommt ihr in vielen örtlichen Angelfachgeschäften oder bei Onlineanbietern, wie beispielsweise Hejfish. Die Jahresgebühr beläuft sich dieses Jahr in Nordrhein-Westfalen auf 40€ und ihr könnt damit den ganzen Rhein in NRW befischen. Beachtet aber bitte die Angelverbotszonen und ganz wichtig die Schonzeiten. Diese beiden Informationen sind auf den jeweiligen Gewässerkarten aufgedruckt. Der Zander hat in NRW eine Schonzeit vom 01.04. – 31.05. Es ist ganz wichtig, dass die Zander in dieser Zeit in Ruhe ihrem Laichgeschäft nachgehen können und dabei nicht durch Angler gestört werden. In Jahren mit kaltem Frühjahr, sollte man eventuell sogar freiwillig etwas länger warten, auch wenn die offizielle Schonzeit bereits beendet ist. An einigen großen Flüssen in Deutschland sind auch Abschnitte von Verbänden, Vereinen oder privaten Pächtern gepachtet. An diesen Abschnitten braucht ihr dann zusätzliche Gewässerkarten oder dürft dort zum Teil gar nicht angeln. Es ist also wichtig, sich im Vorfeld über das Gewässer und die Regelungen zu informieren.

Solltet ihr in den Niederlanden auf Zander angeln wollen, so könnt ihr euch einfach online oder im örtlichen Geschäft den sogenannten VisPass zulegen. Damit dürft ihr in etwa 90% aller niederländischen Gewässern fischen und müsst auch keine zusätzliche Prüfung ablegen. Die Kosten hier belaufen sich auf etwa 50€. 

 Bullet-Points:

  • Beim Fischen in Deutschland ist ein gültiger Fischereischein zwingend erforderlich (einige Bundesländer stellen Touristenscheine aus)
  • In vielen Fällen muss zusätzlich eine Gewässerkarte für ein bestimmtes Gewässer, einen Gewässerabschnitt oder eine Region erworben werden
  • In den Niederlanden darf man mit dem VISpas viele spannende Gewässer befischen, ohne eine zusätzliche Prüfung abzulegen

 

 

  1. Spotsuche / Spots – Wie finde ich einen Spot und wie befische ich diesen konkret?

Das wohl wichtigste Hilfsmittel für die Suche nach guten Spots ist Google Maps. Hier gilt es, die Satelliten-Ansicht zu aktivieren. Nun kann man sich ganz bequem von Zuhause aus die Flussverläufe anschauen, sich anhand der Ansicht interessante Bereiche heraussuchen und per „Label“ markieren. Hier ein Beispiel für diese Herangehensweise:

             

                                 Google Maps Ansicht vom Rheinverlauf                                                                       Herangezoomt an die Außenkurve

Eine weitere hilfreiche App, ist die Boating App von Navionics. Hier kann man Tiefenkarten einsehen und sich anhand von Tiefenlinien interessante Bereiche heraussuchen. Es würde hier den Rahmen sprengen; ich wollte diese Möglichkeit aber wenigstens erwähnt haben. Eines gilt aber grundsätzlich: befischt niemals Stellen die eine Tiefe von mehr als zehn Metern aufweisen. Die wenigsten Zander kommen mit dem Druckausgleich zurecht und sterben oft nach dem Drill. Die gängigsten Tiefen wo der Zander vorkommt liegen zwischen zwei und neun Meter. Darauf komme ich aber im späteren Verlauf nochmal einmal zurück.

Eins könnt ihr euch zusätzlich merken: Je höher der Rheinpegel desto wahrscheinlicher ist es, dass ihr einen richtig kapitalen Zander fangt. 

Die Pegelstände für Deutschland könnt ihr hier einsehen:

https://www.elwis.de/DE/dynamisch/gewaesserkunde/wasserstaende/

Hier eine kleine Übersicht der Hotspots an den großen Flüssen wie bspw. Rhein, Elbe, Ijssel:

  • See-Einfahrten 
  • Hafen-Einfahrten
  • Fähranleger
  • Seen mit Flussanbindung (Achtung! In Deutschland ist hier meist eine extra Gewässerkarte notwendig)
  • Häfen / Wendebecken (Achtung! In Deutschland ist hier meist eine extra Gewässerkarte notwendig)
  • Altarme / Kanäle die in den Fuss münden (Achtung! Extra Gewässerkarte meist notwendig)
  • Der wohl schwerste Spot aber auch einer der erfolgreichsten: Buhne! (Hier gelten oft die Buhnen an den Außenkurven als beste Stelle) 

Herangehensweise: 

Wie stelle ich mich also zur Buhne und welche Bereiche in einer Buhne sind interessant? Gerade für Leute, die noch nicht sehr erfahren sind, macht es Sinn, wenn diese mit der Strömung werfen und entgegengesetzt der Strömung fischen. Gleiches gilt übrigens auch, wenn ihr an Einfahrten etc. fischt. Durch das Werfen mit der Strömung, macht es das Angeln in der Buhne deutlich einfacher, da die Strömung den Bleikopf nicht in unsere Richtung drückt, sondern wir gegen die Strömung fischen. 

Hierzu habe ich mal eine kleine, sehr unprofessionelle Zeichnung aus der Vogelperspektive erstellt. Ich denke aber, sie zeigt was konkret gemeint ist:

Der sandfarbene Bereich soll die Buhnen darstellen, das hellblaue das Wasser und die Pfeile die Strömungsrichtung

 

Das Schaubild soll euch anhand der dunkelblauen Zeichnung den Strömungsverlauf beim Einfließen in die Buhne darstellen. Hier bildet sich eine Kehrströmung im Buhnenkessel. Das kann man anhand der Wasseroberfläche ganz toll beobachten. Diese Kehrströmung ist wahrlich eine richtig heiße Stelle, denn dort halten sich gern die Zander auf und warten, bis kleine Futterfische durch die Kehrströmung in den Buhnenkessel gedrückt werden. Ein weiterer Hotspot ist natürlich die direkte Strömungskante, wo ruhiges Wasser auf die direkte Strömung trifft. Diesen Bereich kann man ruhig immer und immer wieder ausfischen. Ich habe hier versucht, euch anhand der rot gepixelten Farbe aufzuzeigen, welche Stellen ihr beim Buhnenfischen niemals auslassen solltet. Man kann aber pauschal nie sagen, wo die Zander exakt stehen, denn die Zander lassen sich im Sommer auch in knietiefem Wasser fangen. Deshalb fischt ihr die Buhne am besten immer komplett aus. Ich fixiere dazu einen Punkt am Horizont, orientiere mich an diesem und fische den Bereich dann fächerförmig aus. 

Sobald die Dunkelheit hereinbricht, beginnt das große Fressen. Die Zander fangen aktiv an zu jagen und ziehen ins Flachwasser. Hier kann man sie dann entlang der Steinpackung mit flachlaufenden Wobblern verhaften. Bitte trotzdem den Gummifisch nicht außer Acht lassen! Ihr könnt dennoch normal das Buhneninnere und die Strömungskante befischen.

Zander in der Dunkelheit. Eine der meist unterschätzten Farbe in der Dunkelheit: schwarz. Erfolgsköder: #LMAB Drunk Bait 8cm NightSky 

 Bullet-Points:

  • Spots befischen, an denen die Gewässerstruktur unterbrochen ist
  • Strömungskanten und Kehrströmungen suchen
  • Erfolg versprechende Plätze gründlich ausfischen
  • Bei Einbruch der Nacht auch Wobbler an der Steinpackung probieren und flacher fischen

 

  1. Notwendiges Tackle – Was benötige ich? 

Der wohl wichtigste Aspekt an „Tackle“, für das Uferangeln am großen Fluss, ist Sicherheit! Bitte unterschätzt niemals die Naturgewalten. Es handelt sich oft um extrem stark fließende Flüsse, die leider schon einige Menschenleben gekostet hat. Aus dem Grund zieht euch immer festes und rutschfestes Schuhwerk an und riskiert nicht euer Leben für den Fang eines Fisches. Des Weiteren empfehle ich euch immer, euer Handy in einen wasserdichten Zipper zu packen, sodass ihr damit im wirklichen Notfall einen Notruf absetzen könnt. 

 

Das wichtigste Thema hatten wir. Gehen wir nun also Schritt für Schritt durch das notwendige Tackle.

  • Die richtige Rute zum Uferfischen auf Zander an großen Flüssen

Das Thema Rute ist extrem individuell zu betrachten – hier scheiden sich auch oft die Geister. Für mich persönlich hat sich herausgestellt, dass sich eine extra schnelle Rute, mit sensibler Spitze und ordentlich Rückgrat, als die optimale Zanderrute herausgestellt hat. Hier bevorzuge ich eine Länge von 240 bis 270 Zentimetern und ein Wurfgewicht von ca. 15 bis 60 Gramm. Grundsätzlich gilt beim Thema Rute – je hochwertiger diese ist, desto besser ist die Rückmeldung und umso mehr Spaß macht sie euch. Natürlich sollte sie auch speziell für Bottom-Techniken gemacht sein. Ruft dazu gerne die Kollegen in Berlin an und lasst euch beraten, oder fahrt ins nächste Angelgeschäft und testet die Ruten dort aus. Persönlich habe ich bereits einige Modelle gefischt, die ich euch auch empfehlen kann:

  • Fox Rage Terminator Spin Jigger X
  • Solution Contact by BigL 270 / 10-45

Eine sehr viel bei Zanderanglern gefischte Rute ist die Bullseye Jig Whip 2.0. Diese soll auch sehr gut sein, habe ich persönlich noch nicht getestet – steht aber auf meiner Liste.

  • Die richtige Rolle zum Uferfischen auf Zander an großen Flüssen

Hier solltet ihr eine Spinnrolle in der Größe 3000 oder 4000 wählen. Auch hier gilt der Grundsatz: Je hochwertiger die Rolle, desto schöner und geschmeidiger lässt sie sich kurbeln. Die Rolle ist euer Arbeitstier. Sie ist das am meisten beanspruchte Glied in der Kette. Werfen, einholen und drillen. Hier muss aber jeder für sich entscheiden, was einem die Rolle preislich wirklich wert ist. Denn auch die Langlebigkeit spielt eine große Rolle. Möchte man jede Saison eine neue Rolle kaufen oder möchte man langfristig Spaß an der Rolle haben? Man muss bereit sein, mindestens 50 bis 60 € für eine Zanderrolle auszugeben. Nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt Rollen, die an die 1.000 € kosten. Für mich persönlich hat sich die Shimano Stradic Ci4+ als eine sehr gute Rolle mit einem tollen Preis-Leistungsverhältnis herauskristallisiert. Das Nachfolgemodell heißt nun Shimano Vanford. Diese soll sich sogar noch gesteigert haben, bezüglich Leichtläufigkeit und Langlebigkeit. Steht auch auf meiner Liste ;-) Doch auch bei anderen Herstellern, wie Daiwa und Abu Garcia sind hochwertige und langlebige Rollen im Programm.

  • Die richtige Schnur zum Uferangeln auf Zander an großen Flüssen

Ein wirklich sehr heiß diskutiertes Thema. Es sollte definitiv eine 8-fach geflochtene Schnur gewählt werden. Diese soll möglichst leise sein, dünn sein und dennoch hohe Tragkräfte besitzen. Es gibt verschiedenste Hersteller mit ganz vielen unterschiedlichen Farben und Eigenschaften. Hier müsst ihr einfach ausprobieren, welche Schnur euch persönlich am besten zusagt. Wie gesagt, ein sehr emotionales Thema bei vielen Anglern. Orientiert euch nicht an der Stärke der Schnur, sondern an der Tragkraft. Hier solltet ihr eine Schnur mit ca. 10kg Tragkraft wählen. In den letzten Jahren habe ich in dem Bereich einiges durchprobiert. Aktuell bin ich extrem zufrieden mit der Sunline Siglon PE X8 (Orange und 16lb Stärke). Auch die Sunline Super PE 8Braid ist ein absoluter Top-Kandidat.

  • Die richtigen Köder für das Uferangeln auf Zander an großen Flüssen

Der Zander jagt überwiegend kleinere Fische, wie z.B. Grundeln, Barsche, Stinte, Ukelei und Rotfedern. Die Beutefischgröße beläuft sich auf ca. fünf Zentimeter bis etwa 16 Zentimeter. Das weitaus gängigste an Gummifischen ist die Größe zwischen acht und 14 Zentimetern. Müsste ich mich aber auf eine Universalgröße einstellen, wären es wohl die zwölf Zentimeter. Im Winter könnt ihr eher etwas größer fischen und im Frühjahr und Sommer etwas kleiner. Denn im Winter fressen Zander weniger, dafür aber gern größere Beutefische. Im Sommer jagen sie dagegen die kleinen Brutfische. Das ist nur eine grobe Maßgabe.

Gummifische gibt es in vielen verschiedenen Formen und mit verschiedenen Schwanzformen.

Es gibt zum Beispiel die V-Tails, Schaufelschwänze, Pintails und Twisterschwänze. Jede Form und jede Schwanzform verleiht dem Köder seinen ganz individuellen Lauf. Ich habe am Wasser immer verschiedene Varianten dabei, um zu schauen, welcher Köder am betreffenden Tag überzeugen kann. Zu Anfang reichen euch aber oftmals die Schaufelschwänze. Fokussiert euch eher auf die Köderführung, als auf den Köder. Persönlich bin ich der festen Überzeugung, dass geflavourte Köder grundsätzlich besser fangen. Sollte das bei euren Ködern nicht der Fall sein, könnt ihr mit Hilfe von Lockstoffen, wie beispielsweise dem Illex Nitro Booster, nachhelfen. Des Weiteren lege ich immer Wert auf eine weiche Gummimischung. Diese Gummifische kann der Zander beim Biss einfacher falten und einsaugen. Passt die Farben den aktuellen Gegebenheiten an! Ist es z.B. bewölkt und das Wasser extrem trüb, so fischt eher etwas UV-aktives. Sollte das Wasser sehr klar sein und die Sonne extrem scheinen, fangen oft eher naturbelassene Köder. An vielen Flüssen, so habe ich die Erfahrung gemacht, seid ihr mit barschähnlichen Dekoren, Green Pumpkin Chatreuse, Weißfischimitaten und grünen Ködern sehr erfolgreich. In der Dunkelheit könnt ihr es mit schwarzen Gummifischen oder auch mit sehr flachlaufenden Wobblern, die keine große Aktion haben, probieren.

 

  • Was sonst noch zu nützlich ist zum Uferangeln auf Zander an großen Flüssen

Ihr solltet selbstverständlich immer einen Kescher (am besten gummiert), eine Messhilfe und ein Messer mit euch führen. Außerdem benötigt ihr Vorfachmaterial und die passenden Jigköpfe. Als Vorfachmaterial nutzt am besten ein Fluorocarbon in etwa 0.35 Millimeter Stärke. Das könnt ihr ruhig einen Meter lang wählen und direkt an die Hauptschnur knoten. Das Material von Predax oder auch das von Stroft überzeugen hier. Des Weiteren benötigt ihr Snaps, damit ihr ganz bequem euren Köder wechseln könnt. Hier ist oft die Schwachstelle eines Raubfischvorfaches. Wählt daher bitte immer hochwertige Snaps aus. Die Marken Predax, Profiblinker, BKK oder Spro, kann ich euch uneingeschränkt empfehlen.

Jigköpfe werden in den Größen 3/0 bis 4/0 benötigt (je nach Hersteller) und in Gewichten von 7 Gramm bis 28 Gramm, je nach Strömungsdruck und Angelstelle. 

Fluorocarbon mit Snap, Jigkopf und Gummifisch

 

  1. Angelmethoden – Worauf kommt es an? 

Grundsätzlich hält der Zander sich tagsüber sehr nah am Grund auf und zieht nachts ins Flachwasser, weshalb wir uns auch auf diese beiden Bereiche fokussieren sollten.

 Das sind die gängigsten Methoden:

  • Faulenzen/Jiggen
  • Drop-Shot
  • Versch. Finessetechniken wie bspw. Carolina-Rig, Texas-Rig oder Kickback-Rig
  • Flachlaufende Wobbler (bei Nacht)
  • Tieflaufende Crankbaits (bei Tag)

 

Die Methoden „Faulenzen“ und „Jiggen“ haben sich aber tatsächlich als die gängigsten erwiesen. Das könnt ihr mit den klassischen Jigköpfen oder auch mit der Cheburashka-Methode machen. Dazu hat meine Teamkollegin Laura auch einen tollen Blog geschrieben. 

Ihr stellt Euch also wie oben bei dem Schaubild gezeigt so hin, dass ihr quasi mit der „Strömung schaut“.  Nun werft ihr euren Köder aus und lasst den Köder an gespannter Schnur bis zum Grund absinken. Wichtig ist es, dass ihr keinen Schnurbogen habt und einen direkten Draht zum Köder haltet. Jetzt den Köder einfach über zwei bis drei Kurbelumdrehungen mit der Rolle bzw. einer ruckartigen Bewegung in die Rute starten, um ihn anschließend wieder zum Grund absinken zu lassen. In diesen Absinkphasen kommt in 90% der Fälle auch der Biss. Diesen spürt ihr ganz deutlich im Handgelenk – das klassische „TOCK“. Glaubt mir, diese Bisse machen wirklich süchtig. Ihr müsst darauf achten, dass das Kopfgewicht gut gewählt ist. Das merkt ihr daran, dass ihr eine zwei bis drei sekündige Absinkphase habt. Dies ist beim Zanderangeln wirklich das A und O. Fangt lieber erst einmal etwas schwerer an und arbeitet euch mit dem Gewicht weiter runter. Solltet ihr das Aufkommen des Köders auf dem Boden noch nicht so gut fühlen, könnt ihr euch anhand eurer weiteren Sinne Hilfe verschaffen. Ihr könnt an eurer Rutenpitze beobachten, wann der Köder auf den Boden trifft, hier wippt die Spitze kurz nach. Ein weiterer Indikator ist eure Schnur. Diese erschlafft kurz nach dem Aufkommen des Köders. Oder aber ihr legt euren Finger während der Absinkphase in die Schnur, was aber motorisch nicht ganz einfach ist. 

Gerne möchte ich auch auf den grundlegenden Unterschied zwischen Jiggen und Faulenzen eingehen, denn hier kommt es oft zu Irritationen.  Der wesentliche Unterschied ist eigentlich nur, dass beim „Faulenzen“ der Köder ausschließlich über die Rolle angehoben und animiert wird. Beim „Jiggen“ erfolgt die Animation und das Anheben über die Rute und etwas aggressiver. Sobald der Köder Bodenkontakt hat, wird der Köder mit einer ruckartigen Bewegung der Rute vom Boden angehoben und mit zwei bis drei schnellen Kurbelumdrehungen gestartet. Ihr könnt also euren Führungsstil immer wieder variieren, um zu schauen, worauf der Zander gerade so Appetit hat. 

 

Ich hoffe, dass ich euch einen kleinen Einblick und leichteren Einstieg in unsere schönen Flüsse geben und euch auch ein wenig die Angst nehmen konnte. 

 

Habt ihr noch Fragen? Schreibt es in die Kommentare oder meldet euch gern bei mir auf Instagram.

 

Petri Heil und Tight Lines!

Euer Eugénio (@e.m_7)

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